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Back to the german language ? YES WE CAN !!!

Hallo und Herzlich Willkommen in Krautland.

Was? Ihr wisst nicht was oder wo Krautland ist?
Es ist hier. Genau da, wo Ihr jetzt seid. Es ist ein kleiner Bundesstaat der U.S.A. und liegt dennoch mitten in Europa. Manche Einheimische mögen diesen Ort noch, wie in alten Geschichtsbüchern beschrieben, als Deutschland kennen.
Aber das ist dann auch schon eine Weile her.

Heutzutage sind wir hier in Germany. Ja good old Germany.
Wir leben hier die Amerikanische Kultur und die Sprache, die wir uns in jeder Einkaufspassage in den Schaufenstern ansehen können bzw. müssen, würde wahrscheinlich jedem richtigen US Bürger vor lachen Tränen in die Augen treiben.
Überall, wo man auch hingeht, sieht man dann Sale, Open, New, New Arrival, Fresh, Free.
Warum denn nicht, fetzt, toll, super, poppt, enorm, frisch, umsonst, neu eingetroffen oder sonst was?
Nein, diese merkwürdige Kultur braucht englische Wörter und wehe dem, der da nicht mitmacht.
Man kann nicht einfach mal einen Kaffee trinken gehen und zur Bedienung sagen, man hätte gern einen Kaffee. Beim Bestellen eines Kaffees kamen noch 4 Rückfragen seitens der Verkäuferin.
Da wird man ja angeschaut, als würde einem was an der Deutschen Sprache liegen und sie auch noch verstehen. Ja. na und?
Man muss schon sagen, dass man einen American Coffee haben will, sonst passiert auf der anderen Tresenseite erst mal gar nichts.
Hier mal ein kleiner Auszug aus dem Coffee Company Sortiment:
·Feine Coffee Drinks - Hot, Iced oder Frozen - sowie erlesene Teesorten
·Frischer Orangensaft
·Herzhafte Bagels, Flaguettes, Ciabattas, Sandwiches und Baguettes,
die mehrmals täglich frisch zubereitet werden
·Köstliche Muffins, Croissants und andere Sweets
Ja gut dann nehme ich 2 feine Coffee Drinks mit Iced und noch einen mit Frozen. Und dazu hätt ich gern noch 3 andere Sweets.
TO GO?
Oh wie nett, aber ich möchte nicht nach Afrika.
Ich esse hier.

Aber brauchen wir denn Millionen Ingredienzien, die uns irgendjemand in den wohlschmeckenden Kaffee tut?
Ich denke nicht.
Es mag ja sein, dass ein paar Zusatzstoffe im Kaffee die Gemüter mancher Zeitgenossen erfreuen werden, aber mich lässt das alles kalt. Ich mag meinen Kaffee schwarz, ohne Zucker und Milch.
Wenn man dann aber endlich am Point of Sale fertig geworden ist, kann man mit seiner Bestellung zum Tisch in der Lounge gehen.
Wenn unten besetzt ist, findet man im zweiten Floor sicherlich noch einen Platz.
Vom Schaufenster aus kann man dann gleich noch sehen, welche Shops in der Nähe Sale machen.
Da muss man sich ja auch noch beeilen, denn irgendwie haben in Zeiten der Finanzkrise fast alle Shops Sale.
Zum Sale gehören aber meist nur die ersten 3 Ständer im Eingangsbereich, durch die man sich drängeln muss, wenn man an vernünftige Kleidung kommen will. Was sich aber bei Geschäften wie New Yorker und Co. schon fast von allein erledigt.
Da ziehen sich die Ramschständer vom Eingangsbereich durch den Womans-& Girlsbereich bis hin zum Boys- & Menplunderbereich.
Und damit nicht genug. Man kann auch mal wieder etwas for free mitnehmen und sich anmelden bei der Aktion Free SMS und dadurch etwas Geld sparen, wenn was Neues von der Fashion Week kommt.
Wenn man in diesen Shops fertig ist, geht man sich erst mal bei Starbucks einen Coffee To Go holen.
Denn ohne geht ja der Exilamerikaner nicht mehr durch die Straßen. Das sieht nicht nur wichtig aus, es denkt auch jeder, dass man total angesagt ist und eigentlich gar keine Zeit hat.
Ganz wichtiges Accessoire dabei ist natürlich das Mobile, sorry Handy natürlich in der Hand. Sonst merkt ja jeder, dass man sich eigentlich nur langweilt und nichts Besseres vorhat.
Dabei sollte man immer möglichst laut sprechen und auch noch wild gestikulieren. Halt immer daran denken schön smoothy rüberzukommen.
Wenn das nicht klappt und euch keine Sau beachtet, fehlt noch der richtige Eye-catcher.
Wie wäre es denn als Boy mit Shirts, die euch zwar 8 Nummern zu groß sind und auf dem Boden gleich über eurer Baggy Pants herumschleifen, gekoppelt mit riesigen Kopfhörern in denen man bei Nichtbenutzung noch locker den I Pod inklusive dem Boxenset dafür verstauen kann.
Oder man kann als Girl so richtig Bitchy rumlaufen mit einer engen Hot Pants, grobmaschiger Pantyhose, Ohrringe mit einem Durchmesser, dass jeder Turner direkt an die perfekte Kür denkt, euch aber leider dabei die Ohrläppchen abreißen würden und natürlich eine Handtasche in die gerade noch eine Kreditkarte, ein Spiegel und eine Sim Karte reinpasst. Das Handy dazu schon leider nicht mehr. Ist aber auch egal. Ihr telefoniert ja immer noch.

Und weiter geht’s auf der Shoppingtour. Man stürzt von einem Laden zum nächsten und lebt quasi in der Innenstadt den American Way of Life.
Aber geht nur nicht in einen dieser Modeshops und fragt die Verkäuferin nach einem Nicki, Turnschuhe oder gar eine Schirmmütze.
Die heißen T-Shirt, Sneaker und Cap.
Schlendert man dann weiter durch Straßen, kann man viele tolle Dinge sehen und erleben.
Angefangen von XXL Schnitzel, XXL Burger, massig Getränke in Tall, Small und Grande, neue Werbung der Rainforest Alliance, Mc Donalds Mitarbeiter, die sich über ihre eigene Blend freuen dürfen. Flatrates und Easy Credits für alles und jeden.
Geht man in einen Elektronic Fachmarkt, wird es nicht besser. Kauft euch doch mal ein Ladegerät fürs Handy. Mit Sicherheit steht da Travel Adapter drauf. Aber was macht man, wenn das Ding nicht mit einer bevorstehenden Reise kompatibel ist? Woher soll ich Strom bekommen?

Man könnte ja auch mal wieder ins Kino gehen und etwas entspannen.
Wenn da nicht alle diese amerikanischen Durchfallfilme wären, die seit Jahren das Land überfluten.
Wusstet ihr, dass, der Film damals mit Britney Spears nur in Deutschland NOT A GIRL hieß?
In Amerika hieß er Crossroads. Warum nur??? Der Film war scheiße und da ändern auch 2 Englische Titel nichts.
Wenn man den Tag dann gut überstanden hat und abends noch weggeht, weiß man meistens auch nicht, wohin es gehen soll. Lieber in eine Bar, einen Club oder nur bei den Homies etwas mit einem neuen Blockbuster abchillen?
Ja die Auswahl ist sehr groß.
In einem Club oder in einer Bar kann man ja wenigstens, wenn man erstmal am Doorkeeper vorbeigekommen ist, noch Flatratesaufen zelebrieren,
Aber wer braucht 20 Floors in einer Disco, jedoch am Tresen nur einen Barkeeper, der dann auch nur Becks verkauft? Wer braucht einen Barkeeper, der mehr am Entertainment der Besucher interessiert ist als an deren Durst?
Als Kerl kann man dann aber auch dancen und sich dabei ähnlich wie beim Telefonieren voll zum Monkey machen. Man danct sich von einem Floor zum anderen übers Klo zurück an die Bar, wo alles begann und man sich aufgrund der Fleckenbildung auf Pants und Shoes vom dancen in der 3-Punktstellung am Pinkelbecken dann gleich noch mal eine Lokalrunde allein reinschüttet.
Morgens dann wieder clean, versucht man irgendwie nachzuvollziehen, wie man wohl at Home kam. Ob mit dem Cab im „Junior No Drink and Drive Tarif“ oder Suff-shuttle der Verkehrsbetriebe.
Aber man kann ja sicherlich auf gute Feedbacks seitens der Mitbewohner hoffen.
Sei es über irgendwelche Kotze Splash´s auf den Sachen, mit der ihr jede Bad Taste Party rocken würdet oder wegen evtl. exzessiv LOLen mitten in der Nacht.

Jedenfalls könnt ihr euch sicher sein, dass euer Benehmen nicht wirklich Ladylike / Menlike war.
Was auch immer. Ein kurzer Blick auf die To Do Liste sagt euch, dass ihr heute B-Day habt.
Aber erstmal schön Frühstücken. Nichts im Kühlschrank. Macht ja nichts. Geht man halt zum Brunch in ein angesagtes Lokal.
Dann in einen Copyshop und ein paar Flyer drucken lassen, die man noch schnell irgendwo anhängt, damit auch möglichst viele unbekannte Leute kommen.
Dann ab nach Hause und erstmal Mails abchecken und sehen, wer schon gratulations gepostet hat und schnell noch alle Freunde und sonstige Betroffene eures kläglichen Daseins zur Party einladen. Am besten eine Motto Party. Das ist ja heutzutage ein Must Have. Aber welches Thema?
Genau. Nach einem Blick in den Spiegel nach durchzechter Nacht steht wohl eine Trash Party auf dem Plan. Man sieht eh grad aus wie mitten in der Halloween – Zeit, also was soll ´s.
Shit Happens.
Also noch schnell einkaufen gehen für die B-Day Party und dann kann es auch schon losgehen.
Wenn sich dann endlich alle Gäste zum Meeting eingetroffen haben, geht es los mit mehr oder weniger lustigen Partyspielen.
Spielt doch mal Stadt, Land, Fluss mit merkwürdigen englischen Wörtern.
Das gibt bestimmt noch den letzten Kick und die Bilder kann man dann wunderbar bei Seiten wie StudiVZ, MeinVZ oder anderen in den schon vorhandenen Ordner ME oder My B-Day einstellen.
In diesem Sinne: denkt mal drüber nach, wo ihr hier seid und wo ihr herkommt.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Anglizismen ein totales No Go sind.

MfG
10.9.09 08:10


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